Wohnen

Vermieter-Hausratversicherung: So schützen Sie Ihr Mobiliar in vermieteten Wohnungen

Wohnen ist ein Thema, das viele Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen beschäftigt – sei es bei der Suche nach einer Mietwohnung, dem Kauf einer Immobilie oder beim Bau eines Hauses. Auch private Eigentümer, die ihre Wohnung modernisieren und anschließend vermieten möchten, stehen vor vielen Fragen – insbesondere rund um das Thema Versicherung. Eine davon: Wie kann der eigene Hausrat in einer vermieteten Wohnung abgesichert werden?

Der Wohnungsmarkt in Deutschland: Relevanz für private Vermieter

Laut dem Statistischen Bundesamt existierten im Jahr 2022 rund 40,54 Millionen Haushalte in Deutschland. Über 53 % aller Wohnungen sind vermietet, und etwa zwei Drittel davon werden von privaten Eigentümern bereitgestellt. Weitere rund 12 % gehören Kommunen, dem Bund, den Ländern oder Wohnungsbaugenossenschaften. Für private Vermieter stellt sich vor allem bei möblierten Wohnungen die Frage, wie das bereitgestellte Mobiliar versichert werden kann.

Möblierte Wohnungen: Vorteile und rechtliche Aspekte

Eine Wohnung gilt als möbliert, wenn sie mit Mobiliar des Vermieters ausgestattet ist. Dafür darf ein Möblierungszuschlag zur Miete verlangt werden, sofern dieser transparent im Mietvertrag geregelt ist – entweder separat oder als Bestandteil der Gesamtmiete. In bestimmten Fällen, etwa bei Einliegerwohnungen, können für möblierte Mietverhältnisse verkürzte Kündigungsfristen gelten. Zudem können Vermieter Ausgaben für Möbel, Reparaturen und Instandhaltung steuerlich geltend machen.

Auch die Mietpreisbremse ist für möblierte Wohnungen relevant. Zwar gilt sie grundsätzlich auch hier, doch ein Möblierungszuschlag kann zur Überschreitung der regulären Mietobergrenzen führen.

Möblierte Wohnungen sind in der Praxis oft schneller vermietbar – besonders für Menschen, die kurzfristig Wohnraum benötigen. Laut Berliner Mieterverein liegen die Angebotsmieten für möblierte Wohnungen im Schnitt 60 % über denen vergleichbarer unmöblierter Wohnungen.

Vermieter-Hausratversicherung: Wer ist für den Versicherungsschutz zuständig?

Häufig besteht der Irrglaube, dass allein der Mieter für den Versicherungsschutz des vorhandenen Mobiliars verantwortlich ist. Das ist nicht korrekt. Auch der Vermieter kann – und sollte – seinen Hausrat in der vermieteten Wohnung selbst versichern.

Genau dafür bietet die Oberösterreichische Versicherung eine spezielle Vermieter-Hausratversicherung an. Dieses Nischenprodukt schützt das Eigentum des Vermieters – von der Einbauküche bis zur vollständigen Möblierung – gegen zahlreiche Risiken.

Was ist versichert?

Laut den Zusatzbedingungen der Oberösterreichischen zur Hausratversicherung (HR8010.19) gilt:

„In Abweichung zu den je nach Produktvariante zugrunde liegenden Vertragsgrundlagen [...] ist ausschließlich der im Eigentum des Versicherungsnehmers befindliche Hausrat [...] versichert.“*

Das bedeutet: Der Vermieter kann seinen Hausrat in der vermieteten Wohnung unabhängig davon absichern, ob der Mieter selbst eine Hausratversicherung besitzt. Denn in der Praxis ist es oft nicht möglich, zu überprüfen, ob ein Mieter überhaupt eine solche Versicherung abgeschlossen hat.

Versichert sind unter anderem:

  • Möbel und Einrichtungsgegenstände
  • Küchen
  • Technische Geräte

Nicht versichert sind hingegen:

  • Bargeld und Wertsachen wie Schmuck, Sparbücher oder Antiquitäten über 100 Jahre
  • Kunstgegenstände, sofern nicht gesondert vereinbart

Daher empfiehlt sich eine genaue Prüfung, welche Gegenstände in der vermieteten Wohnung abgesichert werden sollen.

Schutz für Nebenwohnungen, Ferienimmobilien und Pendlerwohnungen

Die Oberösterreichische ist auf Nischenversicherungen im deutschen Markt spezialisiert, unter anderem in den Bereichen Photovoltaik, Glasbruch oder spezielle Wohnformen.

Die Vermieter-Hausratversicherung eignet sich auch für:

  • Nicht dauerhaft bewohnte Ferienwohnungen oder Ferienhäuser
  • Neben- oder Zweitwohnsitze
  • Pendlerwohnungen

Der Hauptvertrag für Ihre eigene Hausratversicherung muss dabei nicht bei der Oberösterreichischen bestehen.