Sturmschäden am Dauercamper: Was Ihre Versicherung leistet

Ein Sommergewitter zieht auf, der Hagel prasselt auf's Dach, und in wenigen Minuten hat der Sturm das Vorzelt zerstört. Für Dauercamper ist das kein hypothetisches Szenario, sondern eine reale Gefahr, da der Wohnwagen Wind und Wetter dauerhaft ausgesetzt ist. Wer seinen Wohnwagen dauerhaft auf einem Campingplatz stehen hat, ist Wind und Wetter das ganze Jahr über schutzlos ausgesetzt – anders als bei einem Fahrzeug, das man bei Unwetterwarnung einfach in die Garage stellt.

 

Doch was genau übernimmt die Dauercamper-Versicherung, wenn Sturm, Hagel oder Starkregen zuschlagen? Wir klären auf.

Welche Wetterschäden sind für Dauercamper typische Risiken

Ein dauerhaft abgestellter Wohnwagen ist über die gesamte Saison hinweg denselben Wetterrisiken ausgesetzt wie ein Gebäude – nur meist mit weniger stabiler Bauweise. Zu den typischen Schadensursachen zählen:
 

  • Sturmschäden: abgedeckte Dächer, umstürzende Bäume oder Äste, umgeworfene Vorzelte und Markisen
  • Hagelschäden: Dellen und Risse an Karosserie, Fenster und Dachhauben
  • Starkregen: eindringende Feuchtigkeit, überflutete Stellplätze, beschädigte Bodenbeläge und Einbauten
  • Blitzschlag: Schäden an der Elektronik oder direkte Brandfolgeschäden
     

Gerade weil der Wohnwagen dauerhaft am selben Ort steht, summieren sich über die Jahre auch kleinere Belastungen wie Materialermüdung durch wiederkehrende Feuchtigkeit oder UV-Einstrahlung.

 

Was deckt die Dauercamper Versicherung bei Sturm und Hagelschäden ab?

Unsere Dauercamper Versicherung deckt Schäden durch Sturm und Hagel am Objekt selbst ab - ebenso wie Schäden durch zum Beispiel Brand, Blitzschlag und Überspannung. Bei Sturm und Hagelschäden gilt ein Selbstbehalt von €300 am Objekt; rein optische Schäden am Objekt sind nicht versichert. Fest verbundene Vorbauten und Anbauten, der Fußboden sowie die Terrasse sind automatisch mitversichert, ohne dass Sie diese separat einschließen müssen.

Elementarschäden sind bei uns inbegriffen: Überschwemmungen, Rückstau, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen und Vulkanausbruch sind bis zu einer Summe von €4.000 mitversichert.

 

Starkregen und Überschwemmung: Worauf müssen Sie achten?

Starkregenereignisse oder Hochwasser treffen Campingplätze oft besonders hart, weil viele Plätze in der nähe von Flüssen, Seen oder in tief gelegenen Regionen liegen. Steht der Stellplatz unter Wasser, können sowohl der Wohnwagen als auch mitversicherte Einbauten wie Heizung, Elektronik oder Bodenbeläge betroffen sein.

Bei unserer Dauercamper Versicherung ist die Elementargefahrendeckung und damit auch Überschwemmung automatisch bis €4.000 inbegriffen. Dauercamper, deren Platz in einem besonders Hochwassergefährdeten Gebiet liegt, sollten dennoch prüfen, ob diese Summe für den Hausrat und mögliche Folgeschäden ausreichend ist.

 

Was tun im Schadensfall? So gehen Sie richtig vor

  1. Sicherheit zuerst: Betreten Sie den Wohnwagen erst, wenn keine Gefahr mehr durch lose Dachteile, herabhänge Äste oder Elektrik besteht.
  2. Schaden dokumentieren: Viele Fotos und Videos von den betroffenen Stellen machen. Beschädigte Sachen bis zu einer Besichtigung durch den Versicherer aufbewahren.
  3. Versicherung informieren: Den Schaden unverzüglich melden, am besten mit den gemachten Aufnahmen und einer kurzen Schilderung der Hergangs. Soweit dies gefahrlos möglich ist, sind erforderliche und zumutbare Maßnahmen zu treffen, um weitere Schäden zu verhindern. Umfangreichere Maßnahmen sollten nach Möglichkeit vorab mit dem Versicherer abgestimmt werden.
  4. Platzbetreiber informieren: Viele Campingplätze haben eigene Abläufe für Schadensfälle nach Unwetter.

 

So schützen Sie Ihren Dauercamper vor Wetterschäden

Auch wenn sich Unwetter nicht verhindern lassen, senken einige Maßnahmen das Risiko größerer Schäden, wie z.B.:

  • Markisen und Vorzelte bei angekündigtem Sturm rechtzeitig einfahren oder abbauen
  • Dachdichtungen auf Risse und undichte Stellen prüfen
  • Lose Gegenstände sicher verstauen oder gut befestigen
  • Abflussleitungen auf dem Grundstück freihalten
  • Bäume und Äste in der Nähe des Dauercampers im Blick behalten und bei Bedarf mit dem Platzbetreiber über einen Rückschnitt sprechen.

 

Fazit

 

Wetterschäden stellen für Dauercamper ein wesentliches Risiko dar, gerade weil der Wohnwagen dauerhaft Unwetter ausgesetzt ist. Ein Blick in den eigenen Versicherungsvertrag lohnt sich: Sind Vorzelt und Markise mitversichert? Ist eine Elementarschadendeckung enthalten? Wer diese Fragen frühzeitig klärt, steht im Ernstfall nicht plötzlich vor unerwarteten Kosten.




Diese Informationen dienen nur der allgemeinen Übersicht. Maßgeblich sind ausschließlich der Versicherungsantrag, die Polizze sowie die jeweiligen Versicherungsbedingungen und Klauseln.